München – Die Musik ist seit Jahrzehnten sein Lebenselixier, sein Hoffnungsträger und Notfallkoffer. In schwierigen und lebensbedrohlichen Phasen war es die Musik, die den legendären TV- und Radiomoderator Fritz Egner gerettet hat.

In seiner Biografie „Mein Leben zwischen Rhythm & Blues“, die soeben erschienen ist (Plassen Verlag, 29,90 Euro), schreibt Egner über seine aufregende Zeit beim Radio (vor allem im Bayerischen Rundfunk von 1979 bis 2024) und im Fernsehen (unter anderem „Dingsda“ von 1985 bis 1994 und 2018 bis 2019).„Als der Krebs kam, war Musik mein Notfallkoffer“ Im Gespräch mit BILD verriet Fritz Egner jetzt, dass er vor 15 Jahren an Krebs erkrankte und es die Musik war, die ihn gerettet hat.
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Der gelernte Starkstrom-Techniker: „Als ich die Diagnose Prostatakrebs bekam, da brauchte ich Musik ganz dringend als Stütze und Hoffnungsträger. Sie war mein Notfallkoffer. Ich habe Stevie Wonder gehört, James Brown oder Lionel Richie. Lieder wie ,Don‘t Stop‘, ,Superstition‘ und ,Easy‘ haben solche Kraft, dass sie mir halfen zu sagen: Das stehst du durch.“Heute sei er wieder gesund. Egner zu BILD: „Ich gehe davon aus, dass der Krebs überwunden ist. Er wurde früh entdeckt. Aber man weiß nie, ob er wieder aufflammt. Ich bin ja ein Hypochonder, da ist die permanente Verunsicherung, dass er zurückkommt. Das kann man nicht verdrängen, nur übertünchen. Für mich ist Musik da nach wie vor eine Therapieform.“

Egner: „Meine Frau ist immer noch die Schönste“Noch heute sei die Musik sein Lebenselixier. Egner moderiert seit März 2025 für das Schwarzwaldradio die neue Sendung „Fritzwoch“. „Dass ich meine Leidenschaft im Radio mit Menschen teilen darf, ist ein großes Privileg. Man kann sie damit auf andere Gedanken bringen, ihnen eine gute, emotionale Zeit schenken. Wer Musik hat, braucht keine Drogen.“

Neben Musik ist es die Liebe, die Egner stark macht. Seit 24 Jahren ist er mit seiner zwanzig Jahre jüngeren Frau Katrin verheiratet. Das Geheimnis seiner Ehe? „Das kann ich schwer in Worte fassen“, sagt Fritz Egner. „Da sind Zuneigung, gegenseitige Bewunderung, Respekt. Und ich bin ein sehr optischer Mensch. Wenn ich mit Katrin irgendwo bin, wo viele andere Menschen sind, dann denke ich immer noch: Sie ist die Schönste im Raum.“